L. Possehl & Co. mbH

Historie

1918 >> Jahre der Bewährung

Der Erste Weltkrieg führt zu empfindlichen Einbrüchen: Kriegsanleihen platzen, die Verluste müssen durch den Verkauf von Rechten an schwedischen Erzgruben finanziert werden. Dank des heimischen Kohle- und Hausbrandgeschäfts bleibt das Unternehmen überlebensfähig.

Am 4. Februar 1919 stirbt Emil Possehl. Als Alleinerbin übernimmt die Possehl-Stiftung das Firmenvermögen. Die Stiftung fördert seitdem – ganz im Stiftersinne – die kulturellen, sozialen und andere gemeinnützige Aufgaben in seiner Vaterstadt Lübeck.

Nach den Wirtschaftsturbulenzen der 20er Jahre steigt die Erfolgskurve des Unternehmens in den 30er Jahren wieder an. Neue Branchen und produzierende Unternehmen, Fracht- und Versicherungsagenturen gliedern sich in die Possehl-Gruppe ein. Das Kerngeschäft mit Stahl, Kohle und anderen Brennstoffen entwickelt sich aufs Neue.

Der Zweite Weltkrieg hinterlässt tiefe Spuren: Das Unternehmen verliert seinen gesamten Auslandsbesitz und einen wesentlichen Teil seines Absatzmarkts. Die im östlichen Einflussbereich Deutschlands liegenden Niederlassungen gehen verloren, genauso wie die Vermögenswerte im Ausland. Auch das Verwaltungsgebäude in der Beckergrube geht in der Mitte des Krieges samt aller Unterlagen in Schutt und Asche unter.