L. Possehl & Co. mbH

Historie

1873 >> Entwicklung nach Europa

1873 übernimmt Emil Possehl, der älteste Sohn Ludwigs, die Führung der Geschäfte. Zu dieser Zeit beginnt die Phase der Schwerindustrie. Emil Possehl erkennt den industriellen Trend frühzeitig und richtet sein Geschäft darauf aus.

In den 90er Jahren ist die industrielle Revolution in vollem Schwung: Die deutsche Stahlindustrie beschert Possehl einen Markt, der europaweite Aktivitäten ermöglicht. Emil Possehl organisiert insbesondere den schwedischen Erzabsatz in Deutschland und wird zum größten Importeur für schwedische Eisenerze.

Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges kann Emil Possehl, er ist inzwischen Senator der Hansestadt Lübeck, sein Unternehmen stark ausbauen: Er hält – zumeist im Ausland gelegene – Beteiligungen an Roheisen- und Stahlwerken, an Kalksteinbrüchen und Schwefelkiesgruben. Eine unternehmenseigene Reederei übernimmt die europaweite Distribution vom hohen Norden bis hinunter nach Lissabon und Afrika.

1915 strafft Emil Possehl die Unternehmensstrukturen. Aus den bisherigen Abteilungen seines Gesamtunternehmens werden selbstständige Handelsgesellschaften. Die L. Possehl & Co. mbH wird Dachorganisation. Damit ist die Grundlage für die Organisation geschaffen, die das Unternehmen auch im 21. Jahrhundert noch prägt: die Gliederung in eine Obergesellschaft und ihre untergeordneten Einzelgesellschaften.